Stromverbrauch und -kosten bei Saugern berechnen

Der versteckte Stromverbraucher

Die heutige Auswahl an Staubsaugern ist kaum noch zu überblicken. Die verschiedensten Anbieter auf dem Markt überbieten sich was die Wattzahlen angehen.

Doch bedeutet eine hohe Wattzahl auch einen guten Reinigungseffekt?

Was kostet ein normaler Staubsauger den Verbraucher und lohnt sich eine Alternative?

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Wie viel steckt hinter den Wattzahlen?

Die Angaben zu den Wattzahlen steigen immer höher, doch ist dies unbedingt nötig? Auch Staubsauger mit einer geringeren Wattzahl erreichen ein gutes Reinigungsergebnis, so die Stiftung Warentest. Zum Beispiel wurde 2018 ein Produkt mit nur 870 Watt zum Favorit gekürt. Die Wattzahl sagt also nicht zwingend etwas darüber aus, wie effektiv ein Produkt arbeitet. Die Saugleistung des Gerätes hängt viel eher von der Bauweise ab.

Diese ist im Grunde recht einfach gehalten. Ein Motor treibt einen Ventilator an, welcher im Staubsauger einen Unterdruck erzeugt. Dadurch wird Luft angesaugt. Mittels einem Beutel oder Filter wird diese gereinigt und wieder abgegeben. Verkäufer haben den Irrglaube verbreitet, dass die Leistungsstärke des Motors für den Reinigungseffekt ausschlaggebend ist.

Doch ein Staubsauger mit einer hohen Wattzahl reinigt nicht unbedingt jede Wohnung problemlos. Bei Produkten mit einem sehr starken Motor werden oftmals im Schlauch oder beim Gehäuse Undichtigkeiten verbaut, da sich das Gerät sonst bei hoher Leistung am Boden festsaugen würde.

Seit dem 1. September 2018 dürfen keine Staubsauger mit einer Leistung von mehr als 1.600 Watt verkauft werden, da diese unwirtschaftlich sind und zu viel Energie verbrauchen. Um Strom zu sparen gilt die Faustregel: Je mehr gesaugt wird, umso eher lohnt ein stromsparendes Gerät.

Weiterführend: Neue Favorit der Staubsauger können Sie hier vergleichen.

Was Kosten den Verbraucher diese Geräte?

Wenn in einem größeren Haushalt mehr als eine Stunde in der Woche gesaugt wird und man noch ein Gerät besitzt, welches man vor 2018 erworben hat, so kann man doch eine enorme Einsparung tätigen.

So kann man bei einem Umstieg von einem Staubsauger mit einer Leistung von 2400 Watt auf eine mit 850 Watt im Jahr zirka 90 Euro sparen.

Bei einer Lebensdauer von acht bis zehn Jahren eines Staubsaugers kann ein Umstieg also profitabel sein.
Eine Orientierung für einen guten Staubsauger gibt die bunte Energiegabel auf den Produkten an. An diese ist der Verbraucher in der Lage die Energieeffizienz abzulesen.

Auch in Haushalten in welchen weniger gesaugt wird lohnt sich der Umstieg. Spätestens ab 2018 wird die EU-Kommission die Leistung der Staubsauger auf maximal 900 Watt beschränken. Da lohnt es sich schon jetzt nach einem günstigen Modell zu schauen.

Wie berechnet man die Kosten?

Um herauszufinden wie viel ein Verbraucher sparen kann werden zwei Nenngrößen benötigt. Dies sind die Leistung des alten und des neuen Gerätes. Ebenso sollte die Nutzungsdauer geschätzt werden und auf das Jahr hochgerechnet werden. Man nimmt nun die Differenz dieser beiden Werte und multipliziert diese mit den Stromkosten, welche pro Kilowattstunde anfallen.
Bei vielen Rechnern, welche online angeboten werden, kann sogar zwischen Normal- und Ökostrom gewählt werden. Dadurch ist die Berechnung noch realistischer.

Da man davon ausgehen muss, dass der Strompreis in den kommenden Jahren deutlich steigen wird, wird auch die Ersparnis bei einem Staubsauger dementsprechend hoch ausfallen.